Langnauerpost

Die Dorfchronik «Langnauerpost» wird durch uns schon seit einigen Jahrzehnten im eigenen Verlag herausgegeben, in alle Haushaltungen von Langnau verteilt und ist bei allen an der Dorfgeschichte Interessierten sehr beliebt.

Die Hauptartikel sind minutiös recherchiert und informieren über Ortsteile, zum Teil Jahrhunderte alte Familiengeschichten, aber auch über aktuelle Gewerbebetriebe und Personen des öffentlichen Interesses.

Weitere Informationen über die Langnauer Dorfchronik: Langnauerpost

Langnau: ein Dorf mit rund 7000 Einwohnern. Einem Fluss. Einer Bahn. Einem Pass. Und einer lokalhistorisch ausgerichteten Publikation. Die erste Nummer der Langnauerpost erschien im Herbst 1952. Im Frühjahr 2009 ist die Nummer 100 mit einem aussergewöhnlichen Umfang von 100 Seiten erschienen.

Ins Leben gerufen wurde die Dorfchronik vom verstorbenen Andreas Hässig, Inhaber einer Druckerei. Seine Frau Marietta Hässig gehörte bis Mai 2016 der Redaktion an. Gedruckt wird sie von der Ebnöther Joos AG, die ab 1991 in zwei Schritten aus der Buchdruckerei Hässig hervorgegangen ist.

Hinter dem Projekt stecken Enthusiasten. Ihnen liegt daran, ihrer Wohngemeinde (auch) historische Konturen zu geben. Fast alle Hauptartikel sind exklusiv für die Langnauerpost verfasst. Die Geschichten vom Franzosenbrünneli, der Holzbahn im Sihlwald, vom Kunstmaler Hitz, vom Geschlechte der Gugolz, von dem einer eine Mosterei führte … und so weiter.

Die Langnauerpost erscheint zweimal jährlich. Dank der Unterstützung durch das lokale Gewerbe und einem Beitrag der Politischen Gemeinde kann dies kostenlos geschehen. Diese Website ist für die Zeit dazwischen gedacht. Mit News (Unterrubrik «Aktuell»), mit einem Archiv, falls Sie einen bestimmten Artikel suchen, mit Hinweisen zur Geschichte Langnaus.

Aktuell

Vom (zu) mageren Lohn der Lehrer

Da kann man nur noch sagen: Herrlich! Autor Bernhard Fuchs, selbst vier Jahrzehnte Lehrer, erzählt in der Hauptgeschichte der Langnauerpost Schulgeschichten um das Jahr 1900. Weitere Themen sind die Neugestaltung der Vita-Siedlung und die geschichtliche Einordnung primär des Albis-Forstes.

Nicht die Langnauer Schulgeschichte ingesamt wird aufgearbeitet. Das ist bereits genügend dokumentiert mit Hermann Riedwegs Geschichte der Sekundarschule Langnau 1886-1935 und seiner Geschichte der Schule Langnau 1712-1965. Vielmehr soll mit Dokumenten aus dem Schul- und Gemeindearchiv ein Bild der Schule um 1900 gezeigt werden. Es ist kein umfassendes abgerundetes Bild, es sind Momentaufnahmen. Was aber auffällt: Die Schule hat sich bis heute nicht nur in methodischer, stofflicher und technischer Hinsicht gewandelt, sondern vor allem auch im Umgangston und in der Art und Weise, wie die Bevölkerung auf die Schule reagiert.

Die Besoldung der Lehrer war ursprünglich nicht Aufgabe der Gemeinde. Der Schulmeister erhielt seinen Lohn in Naturalien von den Eltern der Kinder. Mit dem Schulgesetz von 1832 und dann mit der Unentgeltlichkeit der Volksschule mussten der Kanton und die Gemeinde aber für die Lehrerbesoldung aufkommen. 1846 waren in Langnau zwei Lehrer tätig, die sich in den Gesamtlohn von Fr. 998.24 teilen mussten. Darin eingeschlossen waren Schülerbeiträge, Wohnungsermässigung, Holz zum Heizen und Gartenland.

Ein Brief von Lehrer Johann Jakob Obrist vom 22. Januar 1864 wirft ein Licht auf die Verhältnisse in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Nicht umsonst war Johann Jakob Obrist auch noch für einige Zeit Posthalter in Langnau, so konnte er seinen mageren Lohn ein wenig aufbessern. Als ihm eine Besoldungserhöhung verweigert wurde, trug er sich mit dem Gedanken, die Stelle zu kündigen und schrieb: … «Ich arbeitete 33 Jahre an ihrer Schule und 30 Jahre lang hatte ich eine Besoldung, die nicht mehr bot, als dass man sein Leben damit fristen könnte, von der Mischung dieses Brotes mit Bitterkeiten schweige ich.»
Werner Zuber, Redaktionsleiter

Das Redaktionsteam der Langnauerpost

Werner Zuber

Werner Zuber

Redaktionsleitung

Bernhard Fuchs

Bernhard Fuchs

Redaktor

Thomas Germann

Thomas Germann

Redaktor

Alexandra Baumann

Alexandra Baumann

Redaktorin

Stefan Schneiter

Stefan Schneiter

Redaktor

Christian Joos

Christian Joos

Produktion

Rolf Ebnöther

Rolf Ebnöther

Layout / Inserate